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Mein Welpi kommt in mein Haus
Die ersten Tage im neuen Zuhause dienen der Umstellung und der Eingewöhnung. Jetzt sollten Sie den Welpen noch nicht mit Reizen überschütten, da von ganz allein viel Neues auf ihn einstürmt. Auch Besucher sollten Sie in den ersten drei Tagen möglichst fern halten. Als Auslauf reicht anfangs der Garten völlig, denn auch der ist dem Welpen noch neu. Doch wenn er sich eingelebt und die Wiederholungsimpfung erhalten hat, beginnt die Vorbereitung auf den Ernst des Lebens - ganz spielerisch.
Die ersten Nächte im neuen Zuhause. Ihr Welpe war noch nie in seinem Leben allein, wenn Sie ihn bekommen. Ständig waren alle Geschwister und seine Mutter, den ganzen Tag über auch wir, bei ihm. Allein zu sein ist für ein soziales Tier wie dem Hund eine Katastrophe! In den ersten Nächten bis der Trennungsschmerz vorbei ist, sollten Sie auf keinen Fall (!) den Welpen für sich allein irgendwo die Nacht verbringen lassen. Er wird Sie mit einem jämmerlichen Geheul herbeirufen, weil er wirklich leidet. Versetzen Sie sich in ihn hinein: Alles ist ihm neu - fremde Gesichter, Gerüche, Stimmen, fremde Umgebung, fremde Situationen, alles was er gekannt und geliebt hat, fehlt ihm plötzlich. Um stabil zu werden muss der Welpe in Ihrer Nähe erleben - optimal ist auch ein Schlafplatz im Schlafzimmer, in einem hohen Karton, neben Ihrem Bett und hängen Sie Ihren Arm ab und zu hinein. Aber bitte, lassen Sie Ihren Welpen nicht allein. Dann entsteht Vertrauen und die erste Hürde zur Eingewöhnung ist genommen.
Zur Beruhigung hat sich eine Wärmflasche mit warmen Wasser sehr bewährt (=Körperwärme der Geschwister beim Kontaktliegen). Dazu kommen alte Wollsachen und ein getragenes Unterhemd oder Socken von einem der Familienmitglieder und das mitgegebene Tuch, das nach den Geschwisterwelpen intensiv riecht. Hunde sind eben Nasentiere!
Wenn sie folgendes beachten, wird Ihr Welpe schnell stubenrein: Nach jedem Schlafen, Fressen und ausgiebigem Spiel muss Ihr Hund ca. fünf bis zehn Minuten später sein Geschäft verrichten. Lassen Sie ihn also nach diesen drei Tätigkeiten automatisch in den Garten und fordern Sie ihn stets mit den gleichen Worten (“Mach schön!”) zum Lösen auf. Sobald der Hund es getan hat, klopfen und loben Sie ihn. Damit der Welpe Nachts durchschläft, sollten Sie ihn Abends vor dem Schlafengehen (22 bis 23 Uhr) richtig müde spielen und einen letzten Gang in den Garten unternehmen. Legen Sie ihm einen Hundeknochen oder Büffelhautknochen auf sein Lager mit dem er sich noch ein bisschen beschäftigen kann. Morgens sollten Sie ihn in der ersten Zeit sehr früh (mit dem Hellwerden, am besten noch im Morgenmantel und mit geschlossenen Schuhen, den Zehen zuliebe) die Gelegenheit geben, seine Geschäfte im Garten zu machen. Dann überschwängliches Loben nicht vergessen!
Die Welt kennen lernen. In den ersten Wochen und Monaten müssen Sie ein regelrechtes Programm mit Ihrem Welpen durchlaufen, damit er die große, weite Welt kennen lernt und sich nicht nur in seinem “goldenen Käfig” sicher fühlt. Dazu gehören: Mitnehmen in die Stadt; Besuch bei Freunden und Verwandten; Einladen von Verwandten und Bekannten unterschiedlichen Alters; Autofahrten; Erleben von Geräuschen wie Staubsauger, Rasenmäher, Küchenmaschine, Kirchenglocken, usw.: Bekannt machen mit Pferden, Kühen, Schafen, Katzen, Gänsen oder Hühnern. Spieltreffen mit anderen Hunden, fragen Sie jedoch vorsichtshalber immer, ob der Spielkamerad Hund ordnungsgemäß geimpft ist. Für eine gute Sozialisation und das Lernen des richtigen Umgangs mit Artgenossen ist die Zeit bis etwa zur 16. Lebenswoche von unschätzbarem Wert. Suchen Sie Kontakt zu anderen (geimpften) Hunden und erfreuen Sie sich an ausgiebigen Spielstunden.
Fütterung Bis zum Alter von vier Monaten täglich drei Mahlzeiten, die letzte etwa gegen 17 Uhr. Der Halbjährige braucht nur noch zwei Mahlzeiten, die er dann bis ins hohe Alter beibehält. Ein Hund darf niemals zu dick werden, bitte schlank füttern. Mindestens bis zu 18 Monate keine Überanstrengungen!
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